Julklapp: der Wichtelbrauch aus dem Norden
Ein Klopfen an der Tür, ein Ruf „Julklapp!“, ein Päckchen fliegt in die Stube – und der Schenkende ist schon verschwunden. So stellt man sich den alten Brauch vor, der als Vorläufer des Wichtelns gilt.
Was bedeutet Julklapp?
Das Wort setzt sich aus Jul – dem nordischen Wort für Weihnachten – und Klapp zusammen, das auf das Klopfen an der Tür verweist. Gemeint ist ein Geschenk, das heimlich überbracht wird: Der Schenkende klopft, wirft das Päckchen ins Haus und verschwindet, bevor jemand nachsehen kann.
Herkunft
Der Brauch stammt aus Skandinavien, vor allem aus Schweden, und war auch in Norddeutschland verbreitet – etwa in Pommern und Mecklenburg. Typisch war, dass das Geschenk in viele Schichten verpackt wurde, manchmal mit lustigen Hindernissen oder Verwechslungen, und oft von einem kleinen Reim begleitet war. Mehr zur Geschichte im Ratgeber Geschichte und Tradition des Wichtelns.
Julklapp heute feiern
- Heimlich überbringen: Das Päckchen vor die Tür legen, klingeln, verschwinden – im Büro geht das auch mit dem Schreibtisch.
- Viele Schichten: Ein Päckchen im Päckchen im Päckchen – jede Schicht mit einem kleinen Hinweis.
- Ein Reim gehört dazu: Ideen und Vorlagen bei den Wichtelgedichten.
- Anonym bleiben: Wer der Schenkende war, wird nicht verraten.
Julklapp, Wichteln, Secret Santa
Alle drei teilen die Idee des heimlichen Schenkens. Beim heutigen Wichteln kommt das Los dazu: Wer wen beschenkt, entscheidet der Zufall – zum Beispiel mit dem Wichtel-Generator. Im englischsprachigen Raum heißt das Ganze Secret Santa.
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